Ibrahim Yetim: „Rücktritt von Mesut Özil – Dieser Rücktritt hat nur Verlierer“

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Gestern hat Mesut Özil seinen Rücktritt aus der der deutschen Nationalmannschaft erklärt. Die Debatte um die Erdogan-Fotos, welche im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft entstanden, ist damit vollkommen eskaliert.

Ibrahim Yetim, integrationspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, kritisiert das schlechte Krisenmanagement des Deutschen Fußball Bundes (DFB):

„Über viele Jahre galt Mesut Özil als Vorzeigespieler und als Symbolfigur für eine gelingende Integration. Der DFB hat ihn gerne für Kampagnen eingesetzt. Sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan war dumm. Die Folgen hätten ihm klar sein müssen. Der DFB hat es nicht geschafft, diese Debatte zu managen.

Es ist völlig klar, dass nicht allein Mesut Özil am frühen Ausscheiden der Nationalmannschaft schuld sein kann. In den letzten Wochen haben sowohl Mesut Özil als auch der DFB haben große Fehler gemacht. Dieser Rücktritt hat nur Verlierer.

Ab den Mini-Kickern lernen Mädchen und Jungen den Grundsatz ‚Wir gewinnen und wir verlieren zusammen‘, der für jede Mannschaftssportart entscheidend ist. Dass der DFB einzelnen Spielern das Gefühl gibt, dass dies nicht der Fall ist, ist fatal.

Es ist ein Alarmsignal, wenn ein Spieler, der in Gelsenkirchen geboren und aufgewachsen ist und seit 2006 für die Nationalmannschaft spielt, seinen Rücktritt mit Rassismus beim DFB erklärt. Der Fußball war über viele Jahre eine wichtige integrative Kraft für die Gesellschaft. DFB-Präsident Reinhard Grindel muss sich zu den Vorwürfen von Mesut Özil erklären. Insbesondere mit Blick auf die zukünftige Integrationsarbeit des Verbandes scheint er nicht mehr die richtige Person für das Amt zu sein!“

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